Bauheizlüfter Kategorien

Ergebnisse 1 – 15 von 110 werden angezeigt

Bauheizlüfter

Hier finden Sie eine kleine, praktische Erläuterung zu den unterschiedlichen Bauheizlüftern. Es werden alle Arten, Anwendungsbereiche sowie wichtige Entscheidungskriterien erläutert.  Entscheiden Sie sich hierdurch noch einfacher für den richtigen und passenden Bauheizlüfter.

Bauheizlüfter – welche Betriebsarten gibt es?

Im Wesentlichen sind 3 Betriebsarten möglich: Sie können Bauheizlüfter können durch Strom, durch Gas und durch Öl/Diesel betreiben.

Kurz zu den Vor- und Nachteilen der Betriebsarten:

– Während Strom eher für den kleinen, zu beheizenden Raum zu empfehlen ist, so ist gerade bei größeren Räumen Gas oder Öl/Diesel die bessere Wahl. Nicht zuletzt weil Strom sehr schnell die Kosten steigen lässt. Gas oder Öl/Diesel kann schlussendlich wirtschaftlicher eingesetzt werden.

– Sobald große Flächen oder Volumen beheizt werden sollen, kommt die Betriebsart Strom schnell an ihre Grenzen: Die Stromversorgung wird meist gerade dann, wenn geheizt werden muss, auch durch andere elektronische Geräte benötigt. Hierdurch kommt es schnell zu einer Überbeanspruchung der Stromspannung.

– Die Betriebsart Strom überzeugt insbesondere durch ihren besonders hohen Wirkungsgrad (bei ca. 98% Ausnutzung der vorahandenen Energie). Sie ist offensichtlich gut verwendbar in geschlossen Innenräumen mit hohen Anforderungen an Luftqualität und Behaglichkeit. Wenn man berücksichtigt, dass der Strom für gewöhnlich aus fossilen Energieträgern gewonnen wird, sinkt der Wirkungsgrad allerdings rapide und ist daher kaum zu empfehlen.

– Für gewöhnlich ist aber Gas und Öl/Diesel beim regelmäßigeren und professionelleren Gebrauch die bevorzugten Wahl.

Welche Typen unterscheidet man bei Bauheizlüftern?

Im Wesentlichen unterscheidet man 3 Typen bei den Bauheizlüftern:

  • Heizer (oder auch Heizgeräte genannt), die keine Gebläsefunktion aufweisen. Für gewöhnlich versteht die Mehrheit der Käufer hierunter die einfach Heizer. Wikipedia definiert das so:
  • Heizlüfter (auch Konvektoren oder Heizkanonen genannt), die die Gebläsefunktion besitzen
  • Heizstrahler wie z.B. Deckenstrahler, die nicht die Aufheizung der Luft zum Ziel hat, sondern die Aufheizung der Gegenstände, die sich in einem Raum befinden.

Unabhängig davon gibt es noch andere Geräte, die die Luft verteilen, filtern oder entfeuchten. Diese kommen zwar auch dort hin und wieder zum Einsatz, wo die Bauheizlüfter verwendet werden, sind aber hier nicht weiter Gegenstand dieser Erläuterung.

Die verschiedenen Anwendungsbereiche von Heizlüftern

Bevor klar wird, welche Heizlüfterarten und -typen wo zum Einsatz kommen können, zuerst noch einen Blick auf die Anwendungsbereiche von Heizlüftern.

Die Bauheizlüfter für den Profi oder für den anspruchsvolleren Anwendungsbereich:

  • Baustellen (Sanierung und Neubau)
  • Lager, Produktions-, Werkstatt- und Fertigungsräume
  • Gartenhaus, Gewächshäuser (reduzierte Raumtemperatur bis 18° C)
  • Hallen, Veranstaltungsräume (Großräume, reduzierte Raumtemperatur bis 18° C)
  • Landwirtschaft, Viehställe
  • Garagen
  • Sonstige temporäre Bauten im nordeuropäischem Standort

Die Heizlüfter für den privaten und einfachen gewerblichen Gebrauch:

  • Badezimmer, WC, Gäste-WC
  • Wohnräume, Gewerbe- und Geschäftsräume mit hohen Anforderungen an die Geräuschkulisse und Behaglichkeit
  • Balkon, Wintergarten

Hier ein paar Infos zu den professionelleren Anwendungsfällen:

  • Die meisten professionellen Heizlüfter kommen auf Baustellen zum Einsatz, weswegen man auch von Bauheizlüftern sprechen kann.
  • Beim Neubau eines Gebäudes spielt der Einsatz von Heizlüftern im Moment der Dichtschließung des Gebäudes eine zentrale Rolle. Hier steht dann die Bauteiltrocknung und Lufterwärmung im Fokus.
  • Mit den sehr großen Bauheizlüftern können sogar die Rohbau- und Fassadenarbeiten selbst in der kalten Jahreszeit vorangebracht werden, sofern das ganze Bauwerk ausreichend dicht ist.
  • Gerade bei Großbaustellen sind die Rohbauarbeiten während der Wintermonate manchmal sogar zwingend erforderlich. Es wird kein Stillstand erlaubt, da sonst die Folgegewerke am Bau nicht rechtzeitig beginnen können. Die Bauheizlüfter helfen dabei, dieses Ziel zu erreichen.
  • Bei Sanierungsarbeiten in Innenräumen spielt der Heizlüfter vor allem dann eine Rolle, wenn die Heizung ausgefallen ist. Z.B. auch beim Einbau oder Erneuerung von Heizanlagen oder Heizkörpern selbst. Gleiches gilt für Bauarbeiten an Fenstern oder der Fassade, die ein Nachheizen in den Innenräumen mittels Bauheizlüfter erforderlich machen können.
  • Unabhängig davon, ob es sich um Neubau- oder Sanierungsarbeiten handelt, werden Arbeitstemperaturen über 16° bis 17° C gewünscht. Sollten die Temperaturen unter 12 oder 13 ° C fallen, so können Sie sicher sein: Jeder professionelle Handwerker wird seine Arbeiten spätestens dann aufgrund von unzureichenden Arbeitsbedingungen einstellen. Wenn Sie selbst als Handwerker tätig sind, dann können Sie natürlich auch selbst für die nötige Raumtemperatur sorgen.
  • Für das Arbeiten in Lager-, Produktions- Fertigungsräumen sowie Werkstätten ist es ebenfalls notwendig, dass die Temperaturen nicht zu tief fallen. Schließlich ist es die Arbeitsstättenverordnung, die vorgibt, dass die Arbeitstemperaturen bei schweren Tätigkeiten mindestens bei 12 ° C liegt, und leichte Tätigkeiten bei mindestens 21 ° C ausgeführt werden sollen. Auch in solchen Bereichen sind anspruchsvollere Bauheizlüfter denkbar.
  • Ähnliche Anforderungen an die Temperaturen gelten bei Hallen, Veranstaltungsräumen, Gewächshäusern, Gartenhäusern und in Viehställen.
Nun noch einen Blick auf die Entscheidungskriterien und die alles entscheidende Frage: Welcher Bauheizlüfter passt zu Ihnen?

– Heizleistung in KW (Kilowatt) oder Wärmeleistung – 2 KW bis 200 KW:

Bei kleineren Räumen ohne vorhandene Heizung bis 20 qm sollten mindestens Bauheizlüfter mit 2 KW zum Einsatz kommen. Diese Empfehlung setzt sich dann in etwa proportional fort: für jede weiteren 20 qm würden dann 2 KW hinzu kommen. Ein im Umbau befindliches Hotel mit 2000 qm sollte somit mit ca. 200 KW versorgt werden – bei normaler Raumhöhe. Diese Werte dienen lediglich als grobe Richtwerte und dürfen nicht ohne Berücksichtigung es jeweiligen Anwendungsfalls angesetzt werden. Mehr Infos zu der Bedeutung von Watt findet Ihr hier.

– Luftmenge in m3/h:

Für die Planung des richtigen Bauheizlüfters macht es auch Sinn, nicht nur auf die Quadratmeter zu schauen, sondern auch auf das zu beheizende Volumen. Eine Halle mag zwar wenig Grundfläche haben, aber dafür umso mehr Raumhöhe. Spätestens hier sollten die Fachplaner eines jeden Vorhaben mit involviert werden, um den genauen Heizbedarf zu ermitteln. Ein Beispiel für ein Gerät mit besonders hoher Luftmenge findet Ihr hier.

– Erreichte Temperaturerhöhung:

Dieser Wert wird bei den meisten Heizlüftern in Kelvin angegeben. Wie man sich leicht vorstellen kann, produzieren manche Geräte sehr heiße Luft aber dafür relativ wenig Luftmenge. Andere Heizlüfter hingegen erhöhen die angesaugte Luft nur um wenige Grad, sind dafür aber wesentlich ergiebiger hinsichtlich ihrer Luftmenge.

Und: Manche Heizer gehen sogar auf eine Temperatur hoch von 75 ° Celsius und dienen somit der Schädlingsbekämpfung wie bei diesem Beispiel hier.

– Wärmeart:

Für manche ist dieser Faktor erst auf dem zweiten Blick relevant: Es macht einen großen Unterschied, ob der Bauheizlüfter eine Richtungswärme hat oder gleichmäßig die Wärme in alle Richtungen verteilt. Auch ist es ein Unterschied, ob die Wärme sofort und schnell bereitsteht, oder nicht.

– Selbstregulierend:

Manche Bauheizlüfter sind selbstregulierend. Hiermit ist gemeint, dass der Heizlüfter beim Erreichen einer Bestimmten Temperatur an- oder ausgeht. Dies macht besonders dann Sinn, wenn eine bestimmte Umgebungstemperatur bindend ist z.B. für anstehende Arbeiten. So entfällt das ständige manuelle An- und Ausschalten des Geräts. Hierfür sind die Geräte mit einem Thermostat ausgestattet.

Vorhandener Stromanschluss:

Prüfen Sie, wenn Sie sich für einen Elektro-Heizlüfter entscheiden, den Stromanschluss. Manche Geräte machen einen Starkstromanschluss erforderlich (400 V); andere wiederum benötigen nur 230 V. Autark arbeitende Bauheizlüfter wie die Öl- oder Gasheizlüfter haben diesen Zwangspunkt nicht.

– Lautstärke:

Bringen Sie vor dem Kauf Ihres Bauheizlüfters in Erfahrung, wie laut das Gerät ist. Für gewöhnlich werden jedem Lüfter die Lautstärken (in dB angegeben) zugewiesen. Für temporäre Verwendung eines Bauheizlüfters mag dies nicht so entscheidend sein. Bei langfristig genutzten Geräten ist dies wiederum anders: Geräuscharme Geräte werden hier dann die erstere Wahl sein.

– Regelmöglichkeit:

Während manche Bauheizlüfter stufenlos einstellbar sind hinsichtlich ihrer Heizkraft, so sind andere Bauheizlüfter mit Stufenschaltern ausgestattet. Interessant ist auch, dass manche Heizlüfter einen Schalter für Kaltstufe haben. Der Bauheizlüfter wird in dem Moment in einen Ventilator umgewandelt. Wenn man berücksichtigt, dass man manchmal die warme Luft einfach im Raum verteilen muss, dann ist diese Funktion von großer Bedeutung.

– Schwenkbarkeit:

Gelegentlich ist es von Vorteil, wenn der Lüfter geschwenkt werden kann. Gerade beim Durchtrocknen durchfeuchteter Wandabschnitte macht beispielsweise das Schwenken des Bauheizlüfters Sinn. So können beispielsweise alle Wandabschnitte gleichermaßen trocknen.

– Dauer des Einsatzes:

Die Dauer des Einsatzes entscheidet darüber, ob Sie sich für einen mobilen oder stationären Bauheizlüfter entscheiden sollten.

– Gewicht, Größe und Transportfähigkeit:

Manche Heizgeräte können von einer Person spielend getragen werden, andere Geräte hingegen bedürfen einen Transport auf Rädern, auf dem Anhängern, in der Schubkarre oder aber sogar mit einem Gabelstapler. Informieren Sie sich, ob Sie die Heizlüfter in Ihren Dimensionen richtig einschätzen. Hier ein Beispiel. Manche Geräte sind auch nur mittels Kranösen zu versetzen und sollten nur mittels eines Baggers versetzt werden. In jedem Falle ich der Einsatzort sowie der Weg dorthin richtig einzuschätzen. Das zulässige Gewicht, die Größe sowie die Transportfähigkeit sollten berücksichtigt werden.

Hier ein Beispiel für einen Heizlüfter mit ca. 42 kg bei diesem Beispiel eines Ölheizers